Einwellenschaltung EWS
Allgemeines
Die Einwellenschaltung (EWS) ist ein neuartiges Schaltsystem der
inneren Schaltung zur Applikation in manuellen und automatisierten
Handschaltgetrieben. Ihre kompakte Bauweise mit geringer Teileanzahl
ermöglicht Schaltvorgänge mit hohem Schaltkomfort auch in
beengten Getriebebauräumen.
Die Vorteile der EWS:
- verbesserte Schaltbarkeit
- flexible Anordnung der Betätigungseinheit
- niedrige Herstellkosten
- einfache und kompakte Bauweise, daher besonders geeignet für
ein Sechsgang-Schaltgetriebe.
Technische Beschreibung
Aufbau:
Das Kernstück der EWS setzt sich zusammen aus der im Gehäuse
gelagerten, orientiert genuteten Schaltwelle und je einer
Schaltgabel mit Federelement pro Synchroneinheit.
Im Vergleich zu herkömmlichen inneren Schaltungen verzichtet die
EWS somit auf die gesonderte Lagerung und Führung der Schaltgabeln
innerhalb des Getriebes. Bei der EWS sind die Schaltgabeln mit den
rastierenden Federelementen als Schiebemuffe ausgeführt und Platz
sparend auf der Schaltwelle selbst verschiebbar angeordnet.
Funktion:
Die Schaltwelle repräsentiert das zentrale Steuerelement der inneren
Schaltung. Das Wählen der Zielkulisse erfolgt durch ihre
Verdrehung, das Wählen des Zielgangs durch ihre Verschiebung.
Je nach Winkellage der Schaltwelle rastet das Federelement der
Zielkulisse in die Schaltwelle ein und verblockt die entsprechende
Schaltgabel mit der Schaltwelle. Gleichzeitig verbleiben die übrigen
Federelemente inaktiv und arretieren die zugehörigen Schaltgabeln
gehäusefest, um Fehlschaltungen auszuschließen.
In Neutralstellung ist die Schaltwelle wieder über alle
Federelemente verdrehbar und verschiebbar und die nächste
Zielkulisse bzw. ein anderer Gang kann gewählt werden.
Die Bilder "Schaltprinzip auf der Schaltwelle der EWS" und
"Federelemente der EWS" zeigen die Funktionsweise der EWS im Prinzipschema.

Schaltprinzip auf der Schaltwelle der EWS

Federelemente der EWS